Die Gender-Arbeit der J-GCL
Ein Leitbild
 
 
Ziel: (Geschlechter-)Gerechtigkeit
 
Worauf unsere Gender-Arbeit abzielt, zeigt die Formulierung des im Januar 2006 beschlossenen Bildungsstandards „(Geschlechter-)Gerechtigkeit“:
 
Die Verbandsmitglieder
 
„...können andere in ihrer Verschiedenheit – auch innerhalb einer Geschlechtergruppe – wahrnehmen und anerkennen, gegen Ungerechtigkeit und Abwertung aktiv angehen und Verschiedenheit produktiv nutzen.
 
... können klischeehafte Rollenverständnisse reflektieren und dadurch differenziert betrachten.
 
...können ihre Gender-Kompetenz im persönlichen, sozialen, fachlichen und methodischen Bereich in die Gestaltung von Schule, Beruf, Kirche und Gesellschaft einbringen und dort die (Geschlechter-) Gerechtigkeit voranbringen.“
 
Horizont und Theorie-Hintergrund
 
Soziales Geschlecht (engl. „gender“), bisweilen auch biologisches (engl. „sex“), wird gesellschaftlich, kulturell und lebensgeschichtlich geprägt („doing gender“). Ausgehend von dieser Grundlage lassen sich aus der Zusammenschau von Bildungsstandard (2006) und dem Beschlusstext zum „Profilelement Zweiverbandlichkeit“ (2001) Horizont und Theorie-Hintergrund unserer Gender-Arbeit ablesen. Ziel ist die (Geschlechter-)Gerechtigkeit, die keinen „Luxus“ darstellt, sondern einen wichtigen Beitrag zur Herstellung einer umfassenden Gerechtigkeit und einer Befreiung von lebensbehindernden Normierungen. Die Zweiverbandlichkeit ist u.E. eine äußerst hilfreiche Struktur zum Erreichen dieses Ziels. Wir verfolgen mit unserem pädagogischen, politischen und spirituellen Engagement einen Ansatz, der Gleichheit im Sinne von Gleichwertigkeit und Differenz innerhalb wie zwischen den Geschlechtergruppen betont.
 
Schritte zum Ziel
 
Es geht uns als J-GCL auf dem Weg zu mehr (Geschlechter-)Gerechtigkeit um
 
  1. Schulung der Wahrnehmung von Gleichheit und Unterschiedlichkeit von Menschen jenseits festgeschriebener Geschlechterrollen,
  2. Anerkennen und Nutzen von Unterschiedlichkeit,
  3. Abbau von Abwertungen, Ungerechtigkeiten und hinderlichen Festschreibungen,
  4. befreiende Erfahrungen mit der Gestaltbarkeit sozialer Geschlechterrollen,
  5. Schärfung des Blicks für strukturelle und politische Zusammenhänge
  6. Schulung von Gender-Kompetenz im persönlichen, sozialen, fachlichen und methodischen Bereich,
  7. Einsatz für (Geschlechter-)Gerechtigkeit über die Grenzen der J-GCL hinaus
 
 
das „Profilelement Zweiverbandlichkeit“ und mehr:
 
 
Die Jugendverbände der Gemeinschaft Christlichen Lebens (J-GCL) sind katholische Verbände (Mitglieder im BDKJ), in denen sich bundesweit v.a. Schüler und Schülerinnen zusammengeschlossen haben und ihre Interessen vertreten.
Wesentliche Profilelemente: Schule, (ignatianische) Spiritualität und Zweiverbandlichkeit (mehr unter www.j-gcl.org)
 
 
Beschlossen auf der Verbandskonferenz der J-GCL am 24. Juni 2007 in Rieneck.
 
 
 
 
 
 
Jugendverbände der Gemeinschaft Christlichen Lebens